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Lastschrift-Widerspruch bei SEPA-Lastschriften

Bei der in Deutschland weit verbreiteten Lastschrift im Einzugsermächtigungsverfahren wird oft eine Frist von acht Wochen für die Rückgabe der Lastschrift genannt. Diese Frist ist aber nur gültig in der Beziehung zwischen Banken. Eine gesetzliche Regelung zur Rückgabefrist von Lastschriften in der Beziehung "Kunde zur Bank" wird erst mit der SEPA-Lastschrift eingeführt.

Bei der Rückgabe von SEPA-Lastschriften wird zum einen unterschieden zwischen berechtigten und unberechtigten Lastschriften und zum anderen zwischen den Lastschriftarten SEPA Direct Debit (vergleichbar mit der "Einzugsermächtigung") und SEPA B2B Direct Debit (ansatzweise vergleichbar mit dem "Abbuchungsauftrag"), der Lastschrift zwischen Firmen.
Die Lastschrift "SEPA Direct Debit" kann bis zu 8 Wochen nach Fälligkeit vom Zahlungspflichtigen ohne Angaben von Gründen zurückgegeben werden. Liegt für die Lastschrift kein SEPA-Mandat vor, verlängert sich die Frist auf 13 Monate nach Fälligkeit. Die Bank des Zahlungspflichtigen darf bei der "normalen" SEPA-Lastschrift maximal 5 Bankarbeitstage nach Fälligkeit einer Belastung widersprechen (z.B. wegen Kontodeckung) und die Lastschrit zurückgeben.

Der Belastung einer Lastschrift "SEPA B2B Direct Debit" kann nur vor Fälligkeit widersprochen werden. Die Bank muss daher vor der Belastung die Existenz eines SEPA-Mandats zu prüfen. Die Bank des Zahlungspflichtigen darf maximal 2 Bankarbeitstage nach Fälligkeit die SEPA B2B Lastschrift z.B. mangels Deckung zurückgeben.

Die genannten Informationen entsprechen dem SEPA-Regularium Stand Mai 2012. Alle Angaben ohne Gewähr.
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(c) Claus Lampert Finanzinformationen