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Was ist die SEPA? Die Voraussetzung für den einheitlichen Zahlungsverkehr im europäischen Wirtschaftsraum

Die SEPA ist zunächst einmal ein "einheitlicher europäischer Zahlungsverkehrsraum". Mit dem "Single Euro Payments Area - Framework" ("SEPA - Regelwerk") wurde ein einheitliches Verfahren zur Durchführung von Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen geschaffen. Durch die Einführung des SEPA-Lastschriftverfahrens im Jahr 2009 wurde das SEPA-Verfahren vervollständigt.
Bei der Wikipedia findet man (bezeichnenderweise?) unter anderem:

Sepa (deutsch: Tausendfuß) ist ein ägyptischer Gott, der als eine Art von Tausendfüßer dargestellt wurde.

Seine Bedeutung:
Sepa wurde als Helfer gegen bösartige Tiere vor allem in Heliopolis verehrt. In seiner Funktion als Totengott wurde er schon früh mit Osiris verbunden. Zusammen mit dem Skarabäus und dem Skorpion der Göttin Selket ist Sepa einer der wenigen als heilig verehrten Gliederfüßer. Neben seiner Darstellung als wirbelloses Tier wurde er aber auch mit einem Eselskopf oder mit Hörnern dargestellt.


Der Weg zur SEPA und zum SEPA-Standard
Schon im Jahr 2002 wurde ein für den europäischen Gedanken bedeutender Schritt hin zu einem einheitlichen Wirtschaftsraum geschaffen: der Euro wurde als gemeinsames Zahlungsmittel etabliert. Noch fehlte für den Zahlungsverkehr aber ein einheitliches Instrument um Zahlungsströme in Europa schnell und vor allem kostengünstig abwickeln zu können. Mit der EU-Standardüberweisung wurde 2001 eine erste "europäische" Überweisung geschaffen, die aber zunächst auf Beträge bis 12.500,- Euro begrenzt war. Dieses Limit wurde zwar später auf 50.000,- Euro erhöht, doch gerade für Wirtschaftsunternehmen erwies sich die EU-Standardüberweisung durch diese Beschränkung als halbherzige Alternative zur üblichen Auslandsüberweisung. Für das vorallem in Deutschland und Österreich weit verbreitete Lastschriftverfahren existierte zu diesem Zeitpunkt noch keine Lösung. Die europäischen Mitgliedsländer waren also gezwungen, ihre vorhandenen Zahlungsverkehrsstandards auf den Prüfstand zu stellen und ein einheitliches Zahlungsverfahren zu entwickeln. Mit der Einführung des SEPA-Standards für Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen liegt nun ein europaweit gültiger Standard für den europäischen Zahlungsverkehr vor.

Aktueller Stand zur SEPA
Mit der Entscheidung des Europaparlaments, ab dem 01.02.2014 die nationalen Verfahren durch die SEPA Zahlverfahren im Interbankenbereich vollständig abzulösen, existiert nun ein Fixdatum, ab dem der SEPA-Standard für den Zahlungsverkehr verbindlich vorgesehen ist. Bis zu diesem Zeitpunkt bleiben die bisher genutzten nationalen Verfahren weiterhin bestehen. Die Nutzung des SEPA-Verfahrens ist in allen SEPA-Ländern mit dem Euro als Landeswährung verbindlich. Alle übrigen Länder müssen bis spätestens 31.10.2016 das SEPA-Zahlverfahren ermöglichen.

SEPA – Zahlungsaufträge
Ab dem 01.02.2014 löst die IBAN die bisherige Kombination aus Kontonummer und Bankleitzahl ab. Bei grenzüberschreitenden Zahlungsaufträgen ist auch der Bank Identifier Code (BIC oder auch SWIFT/BIC) zwingend anzugeben. Die IBAN und der SWIFT/BIC finden sich (fast immer) im Kontoauszug sowie im Onlinebanking des jeweiligen Anbieters.


Die genannten Informationen entsprechen dem SEPA-Regularium Stand Mai 2012. Alle Angaben ohne Gewähr.
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(c) Claus Lampert Finanzinformationen